{"id":3896,"date":"2021-12-18T13:37:20","date_gmt":"2021-12-18T12:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/oktaneum.de\/?p=3896"},"modified":"2021-12-21T13:31:30","modified_gmt":"2021-12-21T12:31:30","slug":"2756-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/oktaneum.de\/index.php\/2021\/12\/18\/2756-2\/","title":{"rendered":"Zeit f\u00fcr einen Chronographen. Teil 3"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">\u231a <\/span> <span class=\"rt-time\">4<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><h1 style=\"text-align: center;\"><b>Die Oktamatic ist da.<br \/>\n<\/b><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>&nbsp;<\/h4>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Hier im letzten Teil der dreiteiligen Chrono-Serie wird die Uhr final vorgestellt. Die letzten Komponenten sind das Zifferblatt, das Armband und die Box.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Und endlich zu sehen: der Gesamteindruck.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Zeit f\u00fcr einen Chronographen&#8220; ist die \u00dcberschrift dieses Dreiteilers. Das ist doppeldeutig gemeint, im besten Sinne. Aber wie kam es zur Oktamatic? Die Idee war simpel: Das Oktaneum&nbsp;<\/strong><strong>als Oldtimer-Treffpunkt wird der Namensgeber f\u00fcr einen auf sechzehn Exemplare limitierten, mechanischen&nbsp;<\/strong><b>Automatik-Chronographen. <\/b><b>Und ein leidenschaftlicher Uhrmacher aus M\u00fcnster, sein Name ist Peter Schulte,&nbsp;entwirft das technische Layout der Uhr und w\u00e4hlt die passenden Komponenten aus. Sehr gute Komponenten, denn die Oktamatik soll buchst\u00e4blich ewig halten. Nat\u00fcrlich sollte sie daf\u00fcr auch mit einem <\/b><b>zeitlosen Design ausgestattet sein, welches zum Thema&nbsp;klassischer&nbsp;Automobile passt. Deshalb ziert nicht nur das Oktaneum-Logo (Fueldrop genannt) die Oktamatik, auch das Zifferblatt besteht aus Materialien und&nbsp;Design-Zitaten, die im Oktaneum selbst zu finden sind.&nbsp;<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von vornherein war jedenfalls eines klar: die Gelegenheit, einen eigenen Chronographen zu bauen, ergibt sich praktisch nie, was zeitlich gesprochen ziemlich endg\u00fcltig ist. Also stand das &#8222;Machen&#8220; au\u00dfer Frage. Die&nbsp;Umsetzung wiederum war von vielen&nbsp;kleineren&nbsp;und manchmal auch gr\u00f6\u00dferen Faktoren&nbsp;abh\u00e4ngig. Das Zusammenspiel&nbsp;zwischen Technik und Optik war ein&nbsp;intensiver und immer&nbsp;emotionaler&nbsp;Prozess. Dieser brauchte im wahrsten Sinne des Wortes seine Zeit. Schlie\u00dflich fiel hier &#8222;learnig by doing&#8220; von&nbsp;vornherein aus, trotzdem gab es keinen Platz f\u00fcr&nbsp;Kompromisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier sind die einzelnen Elemente und Baugruppen in der Reihenfolge der Ideenfindung und Entstehung: Das mechanische Uhrwerk ETA-Valjoux 7753, der Name&nbsp;und das grunds\u00e4tzliche Layout der Uhr, das&nbsp;Geh\u00e4use mit Krone, Dr\u00fcckern und die&nbsp;L\u00fcnette. Es folgte das Design und die Umsetzung des Zifferblattes mit den Zeigern. Das Armband&nbsp;mit Faltschlie\u00dfe, der gravierte Rotor und die Aufbewahrungsbox bildeten den Abschluss. Ende November 2021 waren alle einzelnen Elemente sorgf\u00e4ltig aufeinander&nbsp;abgestimmt und einzeln angefertigt.<\/p>\n<p>Ein Zifferblatt gilt als das Gesicht einer Uhr. Das der Oktamatic wurde vom einem Spezialbetrieb, beheimatet im Dreil\u00e4ndereck Deutschland, Frankreich und der Schweiz hergestellt. Die Kleinstauflage war im September 2021 fertig. Endlich, die Montage der limitierten Chronographen &#8222;Made in M\u00fcnster\/Westfalen&#8220; konnte in die letzte Runde gehen. Zum Schluss folgte nat\u00fcrlich ein pr\u00e4zises Pr\u00fcfprogramm hinsichtlich Ganggenauigkeit und Gangreserve jeder einzelnen Uhr. Und nun, zum Jahresende, sind sie fertig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Peter Schulte: \u201cDie Uhr ist im Gesamteindruck so, wie ich sie mir gew\u00fcnscht habe. Tats\u00e4chlich sieht man bei dieser Herangehensweise erst ganz am Schluss, ob alle gew\u00e4hlten Komponenten&nbsp;harmonieren&nbsp;und ob sie wie aus &#8222;einem Guss&#8220; erscheinen. Das Zifferblatt war dabei die&nbsp;gr\u00f6\u00dfte Herausforderung. Mit&nbsp;seinen zwei Ebenen&nbsp;und dem Farbspiel aus Schwarz, mattem Dunkelgrau&nbsp;und den erhabenen Chrom-Indexen ist es sehr edel und passt wie gew\u00fcnscht zur Keramik-L\u00fcnette. In bin sehr gl\u00fccklich damit!&#8220;<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Die Umsetzung.<\/h4>\n<hr>\n<p>Zur Erinnerung: das Edelstahl-Geh\u00e4use wurde, wie schon im <a href=\"https:\/\/oktaneum.de\/index.php\/2020\/06\/02\/wir-bauen-einen-chronographen\/\">Teil Eins des Specials<\/a> beschrieben von&nbsp;drei auf zwei Dr\u00fccker und das Eta-Kaliber von vier auf zwei sichtbare Komplikationen reduziert. F\u00fcr eine optimale Ablesbarkeit und ein kompromissloses Design wurde beispielsweise auf die Datumsanzeige verzichtet, denn diese h\u00e4tte die Symmetrie gest\u00f6rt. A apropos Symmetrie: Die umgesetzte, auch &#8222;Bicompax&#8220; genannte Anordnung hatte dem Chronographen die finale Bezeichnung OKTAMATIC BICOMPAX verliehen: <em>&#8222;Okta\/Acht&#8220;<\/em> steht in der Mythologie f\u00fcr unendlich, <em>&#8222;matic&#8220;<\/em>&nbsp;f\u00fcr automatisch angetrieben&nbsp;und &#8222;<em>Bicompax&#8220;<\/em> f\u00fcr &#8222;zwei Komplikationen&#8220;.<\/p>\n<p>Die Oktamatic besitzt ein Zifferblatt in drei Ebenen aus drei verschiedenen Materialien. Die Oberfl\u00e4chen sind jeweils seidenmatt, matt und hochgl\u00e4nzend. Die Zahlen und Buchstaben auf der Keramik-L\u00fcnette und in denen Index-Anzeigen entstammen der gleichen Schriftfamilie, die auch den Namen der Uhr, das Modell und den Zusatz &#8222;M\u00fcnster in Westfalen&#8220; ziert. Das Armband aus feinem Kalbsleder wird von einer Edelstahl-Faltschlie\u00dfe mit gelasertem Oktaneum-Logo vervollst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein extrem kratzfestes, zwei Millimeter dickes Saphirglas rundet die Uhr im wahrsten Sinne nach oben ab. Das ETA-7753-Uhrwerk kann man bei der Arbeit durch den Glasboden betrachten. Wenn man mal Zeit hat. Der Rotor, der f\u00fcr den automatischen Aufzug des Schweizer-Uhrwerks zust\u00e4ndig ist, hat eine individuelle Gravur erhalten. Diese besteht aus dem &#8222;Fueldrop&#8220; und der jeweiligen Seriennummer von 01 bis 16. Die Oktamatic wird von Peter Schulte in einer schweren, fein gearbeiteten Holzbox mit schwarzem Klavierlack-Finish und verchromten Scharnieren \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2863 border-class img-fluid shadow-sm mb-3\" src=\"https:\/\/oktaneum.de\/wp-content\/uploads\/Oktamatic-Schriftzug2.svg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"220\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<a href=\"https:\/\/oktaneum.de\/wp-content\/uploads\/Bicompax-Schriftzug-1.svg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2887 border-class img-fluid shadow-sm mb-3\" src=\"https:\/\/oktaneum.de\/wp-content\/uploads\/Bicompax-Schriftzug-1.svg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"14\"><\/a>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Eine berechtigte Frage, die Ausrichtung &nbsp;und das Ergebnis.<\/h4>\n<hr>\n<p>Die berechtigte Frage ist: Warum eigentlich? Denn eine mechanische Uhr wirkt heute wie ein Anachronismus, wie ein Ding aus einer anderen Zeit. Manchmal vielleicht einer sch\u00f6neren Zeit, wer wei\u00df. Doch die Funktionen von Quarzuhren und besonders von modernen Smartwatches erscheinen uns heute fast unersch\u00f6pflich. Warum also eine Uhr tragen, die nur aus teils mikroskopisch kleinen, gefr\u00e4sten, gedrehten Teilen unterschiedlicher Werkstoffe besteht?&nbsp;Weil wir diese kleinen, zeitlosen Kunstwerke als Ausdruck unserer pers\u00f6nlicher Kultur und unseres Geschmacks sch\u00e4tzen. Zum Entschleunigen, einfach als Schmuck und als Gegensatz zur digitalen Allgegenw\u00e4rtigkeit im Alltag. Und der sportliche Teil? Zeitmesser, vor allem mit Stopp-Funktion, passen schon immer zu klassischen, besonders schnellen Automobilen&nbsp;oder Sammlerfahrzeugen. Und die lieben wir, oder? Das denken auch einige Hersteller exklusiver Uhren, wie TAG-Heuer oder Chopard, denn diese definieren sich&nbsp;gleich direkt \u00fcber ein Thema wie den Motorsport. Und das&nbsp;nicht nur als Sponsor. Sie verstehen &#8222;Racing&#8220; als Teil ihres Markenkerns und zielen damit auf die emotionale Reichweite ihrer Produkte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt tausende Armbanduhren zu kaufen. In nahezu allen Preisklassen und f\u00fcr jeden Geschmack. Doch nur einige wenige Uhren gelten als anerkannte Klassiker oder sind Teil einer emotionalen Geschichte. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel die Omega Speedmaster Professional. Sie ist als &#8222;Moonwatch&#8220; am Handgelenk von Buzz Aldrin auf dem Mond als erste Uhr auf einem anderen Planeten in die Geschichte eingegangen. Oder die Rolex Daytona von Schauspieler Paul Newman, die im Jahr 2017 als teuerste Uhr aller Zeiten fast 18 Millionen Dollar (ja, richtig gelesen!) auf einer Auktion einbrachte. Ein Uhr nebenbei, die in den sechziger Jahren etwa 200 Dollar kostete und anfangs nur m\u00e4\u00dfig beliebt war. Auch Newmans Kollege Steve McQueen verhalf einem Uhrenhersteller Anfang der siebziger Jahre zu einem enormen Aufschwung. Und zwar einfach dadurch, dass er die &#8222;Monaco&#8220; von Heuer gut sichtbar im Rennfahrer-Epos &#8222;LeMans&#8220; farblich passend zu den Streifen auf seinem Rennanzug trug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Ruhm und Ehre ist die Oktamatic noch ein St\u00fcck entfernt. Emotional gestaltet und gefertigt ist sie jedoch in jedem Fall. Zeitlos und schlicht ebenfalls. Am Ende entscheidet der pers\u00f6nliche Geschmack, ob sie ans eigene Handgelenk passt. Und so sieht sie aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<h6>&nbsp;<\/h6>\n<h6 style=\"text-align: center;\"><strong>Text: Arndt Hovestadt &nbsp; &nbsp;Fotos: Hubertus Huvermann<\/strong><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Lust auf die Uhr bekommen?<\/h4>\n<hr>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Hier sind die Kontaktdaten von&nbsp;Peter Schulte,&nbsp;der die auf sechzehn Exemplare limitierte Oktamatic vertreibt:<br \/>\nEmail: speedy888@online.de<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Mobil: 0151\/52549287<\/span><\/strong><\/span><\/h5>\n<h5>&nbsp;<\/h5>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><strong>Der&nbsp;Preis betr\u00e4gt 1.750 Euro&nbsp;<\/strong>inkl. MwSt.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Oktamatic ist da. &nbsp; &nbsp; Hier im letzten Teil der dreiteiligen Chrono-Serie wird die Uhr final vorgestellt. 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